Die
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) umfaßt
ein breites Wissen, welches besonders für
Kampfkünstler interessant ist. Da die Kampf-
und die Heilkunst denselben Ursprung haben.
Die TCM beinhaltet verschiedene Themenkomplexe:
Philosophie
- Chin. Heilkunst - Chin. Kampfkunst - Feng
Shui
Die
Philosophie erklärt die Natur des Lebens
und bildet somit die Grundlage der TCM. Die
chinesische Philosophie ist v. a. vom Daoismus,
Buddhismus und Konfuzianismus beeinflußt.
Ihr Grundlagenwerk ist das I Ging (Buch der
Wandlungen).
Die
Chin. Heilkunst basiert auf dieser Philosophie
und umfaßt verschiedene Methoden der Diagnostik
und Therapie. Ihr Grundlagenwerk ist das Nei
Jing (Innerer Klassiker des Gelben Kaisers).
Therapieformen
der chin. Heilkunst:
Tuina:
Massagetechniken und Akupressur zur Behandlung
der Muskelschicht, mit dem Ziel der Entspannung
und Schmerzlinderung.
Chin.
Akupunktur: Das Setzten von Nadeln in bestimmte
Punkte zur Behandlung des Meridiansystems und
der inneren Organe (Zang Fu), in Form von Körperakupunktur,
Schädelakupunktur und Ohrakupunktur.
Moxibustion:
Ist das gezielte Verbrennen best. Kräuter
über Akupunkturpunkten bei verschiedenen
Beschwerdebildern, die durch Kälte ausgelöst
wurden.
Chin.
Ernährungslehre: Sie umfaßt detaillierte
Beschreibungen der Wirkungen von Nahrungs- und
Genußmitteln auf den Menschen und dient
der Unterstützung, der Heilung und der
Vorbeugung verschiedenster Erkrankungen.
Kräutermedizin:
Sie ist die Perle der chin. Heilkunst, da sie
die tiefste Wirkung erreicht und selbst lange
bestehende, chronische Krankheiten dauerhaft
heilen kann. Es kommen verschiedene Substanzen
tierischer, mineralischer und pflanzlicher Herkunft,
zum Einsatz.
In Deutschland wird die Kräutermedizin
unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes
praktiziert. Seltene Tier- und Pflanzenarten
dürfen hier nicht verschrieben werden.
Wir wollen heilen und die Natur, die uns dabei
hilft, achten und erhalten.
Feng
Shui: Bedeutet Wind und Wasser. Die Lehre
des Feng Shui geht davon aus, dass die Umwelt,
die Natur stark unser Leben beeinflussen und
die Qualität der Umgebung auch unsere Lebensbereiche,
unseren Körper und seine Organe widerspiegelt.
Feng Shui gibt Antwort auf die Frage, wie und
warum diese Faktoren unser Leben prägen.
Es gibt Orte, Landschaften, Häuser, Zimmer
in denen wir uns sofort wohl fühlen oder
unbehaglich. Feng Shui hilft uns unsere nähere
Umgebung so zu gestalten, dass wir uns wohl
fühlen, gesund und erfolgreich sind.
Chinesische
Kampfkunst: Sie ist im Westen meist unter
dem Begriff Kung-Fu bekannt.
Kung-Fu heißt forschen, einen bestimmten
Weg beschreiten. In der Kampfkunst wird der
Körper erforscht, somit ist sie eine Form
des Kung-Fu. Die Parnterübungen dienen
der Überprüfung der mentalen und körperlichen
Fähigkeiten.
Kampfkunst basiert auf der chinesischen Philosophie
die Körper und Geist als eine Einheit sieht.
So wird nicht nur der Körper sondern besonders
der Geist geschult und dies nach den selben
Regeln und Gesetzten, die auch der Heilkunst
zu Grunde liegen. Deshalb ist es in China undenkbar,
daß jemand sich mit der traditionellen
Kampfkunst befaßt, ohne die Heilkunst
zu erforschen und umgekehrt. Beide sind untrennbar
miteinander vereint und geben die grundlegenden
Erkenntnisse der Philosophie wieder, die uns
helfen sollen unser Selbst zu verstehen.
Als
Buddha im Shaolinkloster den Buddhismus einführte,
lehrte er die Philosophie, gesunde Ernährung,
die Heilkunst und führte zwölf Körperübungen
zur Gesunderhaltung ein. Diese Übungen
wurden immer weiter entwickelt, es kamen viele
neue Bewegungen hinzu. Später spezialisierten
sich die Mönche auf Übungen zur Gesunderhaltung
und Kräftigung des Körpers und Bewegungen,
die zur Verteidigung genutzt werden konnten.
Experten auf der ganzen Welt sind sich einig,
daß die fernöstlichen Kampfkünste
alle ihren Ursprung im Shaolinkloster haben.
Noch heute legen die Mönche neben der Heilkunst
und Philosphie, großen Wert auf ihre Kampfkünste,
da sie zum Verständnis des Menschen und
seiner Natur beitragen.
Zusammenfassung
Die
TCM umfaßt die Themenbereiche Philosophie,
Heilkunst, Feng Shui und natürlich die
Kampfkunst. Sie ist ein ganzheitliches Medizinsystem,
welches die Philosophie als Grundlage für
eine gesunde Ernährung, Umgebung und Lebensweise
nutzt. Sie hilft dem Menschen seine Gesundheit
zu erhalten oder gezielt und ursächlich
wieder herzustellen, sowie Körper und Geist
zu erforschen, um die eigene Natur zu verstehen.
Die
EBMAS, als eine Organisation für fernöstliche
Kampfkünste, möchte ihren Mitgliedern
dieses kostbare Wissen nicht vorenthalten und
hat deshalb die Lehren der TCM mit in das Unterrichtsprogramm
aufgenommen.
Chinesische Medizin in der EBMAS
Die
traditionelle chinesische Medizin (TCM), ist
das älteste Medizinsystem der Welt, ihre
Anfänge können mehr als 10.000 Jahre
zurückverfolgt werden. Sie entstand durch
die genaue Beobachtung der Natur. Die Weisen
und Gelehrten der damaligen Zeit erkannten die
Gesetzmäßigkeiten, die das Wirken
der Natur und somit auch des Menschen bestimmen
und lenken. Sie schufen ein philosophisches
System, der Betrachtungsweise des Lebens, welches
bis heute erfolgreich eingesetzt wird.
Der erste TCM-Grundlagendkurs der EBMAS fand
Sa/So 22./23. Februar in der Koordinator Schule
Hamburg statt. Unter der Leitung der TCM-Therapeutin
Bärbel Moldt, lernten die Teilnehmer die
fernöstliche Philosophie kennen, die als
Grundlage der TCM und der Kampfkunst Einsicht
in eine andere Denkweise/Lebenssicht gibt.
Im
praktischen Unterricht wurden Akupunkturpunkte
lokalisiert und die Grundtechniken der Akupressur
geübt. Diese Kenntnisse wurden dann anschließend
genutzt, um die chinesische Massage (Tui Na)
kennen zu lernen. Tui Na beinhaltet Akupressur,
Massage und Dehnübungen sowie mechanische
Manipulationen an Gelenken. Schon nach kurzer
Zeit waren die Kursteilnehmer so geschickt,
dass sie eigenständig massieren konnten.
Ich
möchte allen Teilnehmern ein großes
Lob aussprechen, ihr wart sehr motiviert und
wir haben viel Spaß miteinander gehabt.
Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs
mit euch, wo wir das bisher Gelehrnte vertiefen
und ausbauen werden.
Wegen
der großen Nachfrage wird der Grundkurs
1 am 26./27. April wiederholt. Bitte meldet
Euch rechtzeitig an, damit ihr noch einen Platz
bekommt, denn dies wird der letzte Grundkurs
1 in diesem Jahr sein.
Bärbel
Moldt, TCM-Dozentin mit fünfzehnjähriger
Erfahrung in der Traditionellen Chinesischen
Medizin und eigener Praxis in Hamburg:
"Das
WT hat mir sehr geholfen, die TCM und Philosophie
zu interpretieren, umgekehrt trägt die
TCM dazu bei das Wing Tzun besser zu verstehen.
Deshalb möchte ich mein TCM-Wissen der
EBMAS zur Verfügung stellen, um somit allen
interessierten Wing Tzun -Schülern die
Möglichkeit zu Eröffnen, ihre Kampfkunst
von einer ganz anderen Seite betrachten zu lernen."
Zu
meiner Person: Seit über zehn Jahren bilde
ich in meiner Schule für Chinesische Medizin,
Ärzte und Heilpraktiker zu TCM-Therapeuten
aus. Jetzt möchte ich dieses wertvolle
Wissen gerne einer breiten Bevölkerungsschicht
zugänglich machen und somit interessierten
Menschen, ohne medizinische Vorkenntnisse, in
leicht verständlicher Form helfen, die
TCM zu verstehen.
Mit
zehn Jahren fing ich an Karate zu lernen und
übte diesen Kampfsport bis zum 20. Lebensjahr
aus. Mit dem Beginn des Studium der Chinesischen
Medizin, suchte ich nach einer Kampfkunst, die
den Lehren der chinesischen Philosphie entsprach,
um ein besseres Verständis der TCM zu erlangen.
Zunächst im Akido und Jiu Jitsu, dann im
Tai Chi und Qi Gong, doch leider setzen diese
Kampfkünste die chinesischen Philosophie
nur teilweise um. 1994 fing ich an, Wing Tsun
zu lernen. Ich war erstaunt, wie diese Kampfkunst
die Yin- und Yang-Lehre in die Tat umsetzt.
Dank meines Lehrers Ashkan Sarabi, habe ich
heute meinen ersten Technikergrad im Wing Tzun
und bin eigenverantwortliche Übungsleiterin
der Frauengruppe seiner EBMAS Koordinatorschule
in Hamburg.
Bärbel Moldt
1.TG Wing Tzun
Kontakt : Hamburg@ebmas.net